KR-Sitzung, Dienstag, 01. September 2026
Traktandum 16
Olten, Finanzierungsbeteiligung des Kantons am Agglomerationsprojekt «Neuer Bahnhofplatz Olten»; Bewilligung eines Verpflichtungskredit
Geschätzte Kantonsratspräsidentin
Geschätzte Regierung
Liebe Kolleginnen und Kollegen
Geschätzte Gäste
Ich möchte dieses wichtige Geschäft auch aus dem Westen unseres Kantons – aus Grenchen – würdigen.
Das Generationenprojekt «Neuer Bahnhofplatz Olten» ist für den Kanton Solothurn weit mehr als eine Neugestaltung eines Bahnhofplatzes.
Olten ist eine zentrale Mobilitätsdrehscheibe für die ganze Region: Für Pendlerinnen und Pendler, für die Wirtschaft – und für den öffentlichen Verkehr im ganzen Kanton.
Auch für die Stadt Olten hat der Bahnhof eine zentrale Zentrumsfunktion. Er prägt das Stadtbild wesentlich. Mit dem städtebaulich und architektonisch gelungenen Projekt entsteht ein repräsentatives Eingangstor zur Stadt.
Dabei geht es nicht nur um einen schöneren Bahnhofplatz. Das Projekt verbindet mehrere wichtige Elemente: die Neugestaltung des Bahnhofplatzes, eine bessere Erschliessung des Bahnhofs und die Aufwertung des Aare Raums. Damit werden die Verkehrsflüsse optimiert, die verschiedenen Verkehrsteilnehmenden besser aufeinander abgestimmt und die Aufenthaltsqualität nachhaltig verbessert.
Auch für die SBB ist der Bahnhof Olten von strategischer Bedeutung. Rund 90’000 Bahnreisende nutzen ihn täglich. Er ist ein zentraler Knotenpunkt im Schweizer Bahnnetz und damit von grosser Bedeutung für den nationalen Bahnverkehr.
Drei Projektteile sind ein zentraler Bestandteil des Geschäfts
Erstens: das zweigeschossige Parkhaus.
Es schafft die Voraussetzung dafür, die oberirdischen Parkplätze aufzuheben und damit den Bahnhofplatz aufzuwerten.
Für die SP ist dabei klar: Ein Bahnhofplatz sollte in erster Linie ein Ort für Menschen sein - und kein grosser Parkplatz.
Zweitens: die Velostation.
Mit rund 1'000 unterirdische Abstellplätze stärkt sie den Veloverkehr und erleichtert die Kombination von Velo und Bahn. Das ist ein wichtiger Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität. Gleichzeitig wird wertvoller öffentlicher Raum frei.
Drittens: der Aaresteg.
Er ermöglicht eine bessere Entflechtung der Verkehrsströme und schafft sichere Verbindungen für den Fuss- und Veloverkehr.
Diese drei Elemente sind nicht isoliert zu betrachten. Sie greifen ineinander und schaffen gemeinsam die Voraussetzungen für eine leistungsfähige, sichere und zukunftsgerichtete Mobilitätsdrehscheibe.
Kommen wir zu den Kosten.
Die Stufe «Bauprojekt» bildet die Grundlage für die ausgewiesenen Kosten und für den Kostenteiler zwischen der Stadt Olten, dem Kanton Solothurn und der SBB. Dieser Kostenteiler wurde gemeinsam noch einmal vertieft geprüft, verhandelt und plausibilisiert.
Erfreulich ist zudem, dass der Bund für das NBO-Projekt den maximalen Beitragssatz von 40 Prozent vorsieht. Das ist aus unserer Sicht auch ein Zeichen für ein sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis.
Die SP dankt der Verwaltung für die umfassende und sorgfältig ausgearbeitete Vorlage.
Wir sind überzeugt: Dieses Projekt ist ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung von Olten – und damit des gesamten Kantons Solothurn.
Der volkswirtschaftliche Nutzen für unseren Kanton ist von grosser Bedeutung.
Besten Dank für die Aufmerksamkeit.
Remo Bill, Kantonsrat SP, Grenchen